Garten Mietrecht – die wichtigsten Urteile

Garten MietrechtGerade im Sommer möchte man als Mieter nur ungern in der eigenen Wohnung hocken. Die wertvollen Sonnenstunden genießt man am liebsten im Grünen – da kommt einem der Garten rund ums Haus gerade Recht. Doch hat man auch das Recht ihn zu nutzen und wenn ja, in welcher Form? Hier haben wir die wichtigsten Informationen zum Thema Garten-Mietrecht für Sie zusammengestellt. (Quelle: Mieterbund.de):

Gartennutzung: Als Mieter in einem Einfamilienhaus haben Sie in jedem Fall das Recht, den zugehörigen Garten zu nutzen. Ausnahme: In Ihrem Mietvertrag ist etwas Anderes festgelegt worden. Mieter von Mehrfamilienhäusern müssen immer genau auf Ihren Mietvertrag achten – sie dürfen den Garten nur nutzen, wenn Sie einen Teil mitgemietet haben oder wenn ausdrücklich alle den Garten nutzen können. Sofern Sie als Mieter den Garten nutzen dürfen, haben auch Ihre Kinder und deren Freunde das Recht, darin zu spielen. Ferner können Sie Planschbecken aufstellen und zum Beispiel auch Komposthaufen anlegen. Sie dürfen grillen, wenn Sie dafür sorgen, dass der Qualm nicht zu stark in die Wohnungen ihrer Nachbarn dringt. Auch Partys im Garten sind in einem Wohngebiet kein Grund zur Beschwerde, solange die Ruhezeiten eingehalten werden. Pech haben Sie, wenn laut Mietvertrag niemand den Garten nutzen darf – denn der Vermieter kann dennoch Gartenpflegekosten umlegen, da ein Garten zur Wohnqualität beiträgt.

Gartenpflege: Sie sind nicht für die Pflege des Gartens verantwortlich, sofern Sie nichts Anderes in ihrem Mietvertrag vereinbart haben. Die Aufwandskosten des Vermieters können durch die Nebenkosten abgedeckt werden. Allerdings können nur laufende Kosten umverteilt werden. Dazu gehört nicht die Neuanlage eines Gartens oder die Anschaffung von Gartengeräten.

Als Mieter eines Einfamilienhauses sieht die Lage etwas anders aus – hier sind Sie für die Gartenpflege zuständig. Sofern nicht anders vereinbart, müssen Sie nur die notwendigen Arbeiten erledigen, wie z.B. Rasenmähen und Unkraut jäten. Wenn Sie für die Pflege des Gartens zuständig sind, dürfen Sie auch von den darauf befindlichen Obstbäumen etc. ernten. Der Vermieter kann allerdings im Mietvertrag festlegen, dass Sie nicht ernten dürfen, daher sollten Sie in jedem Fall noch einmal nachlesen, ob etwas zum Thema Ernte in Ihrem Vertrag steht. Ansonsten gilt in etwa der Grundsatz: Je mehr Verpflichtungen Sie bei der Gartenpflege haben, desto größere Nutzungsrechte haben Sie auch. Wenn Sie den Garten auf eigene Kosten pflegen, darf der Vermieter keine Kosten für die Gartenpflege in den Betriebskosten umschlagen.

Zum Thema Gartennutzung gilt also: Immer zuerst den Mietvertrag genau nach Vereinbarungen absuchen. Sollten Sie Querulanten als Nachbarn haben, können Sie diese auch ruhig auf Ihre Nutzungsrechte hinweisen. Ansonsten ist für ein angenehmes Wohnklima natürlich ein gewisses Maß an Rücksicht geraten – auf beiden Seiten.

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